Mittwoch, 2. März 2011

Retro-Spiele Perlen IV













Heute werfen wir ein Blick auf ein Spiel aus dem Jahre 93, welches es 1994 auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres schaffte. Billabong ist ein Känguruhwettrennen rund um einen jener namensgebenden Tümpel, die in Australien als überbleibsel von Flüssen zurückbleiben, die nicht das ganze Jahr Wasser führen. Bis zu 4 Spieler können sich mit ihrem 5-köpfigen Känguruh Team ins Wetthüpfen stürzen.

Das Spiel ist recht simpel, der strategische Tiefgang aber durchaus beachtlich. Die Känguruhs bewegen sich entweder ein Feld in eine beliebige Richtung oder dürfen andere Känguruhs überhüpfen. Dabei landen sie soweit vom übersprungenen Kameraden oder Rivalen, wie sie gestartet sind und können solange umherhüpfen, wie es ihnen Sinnvoll erscheint und es Känguruhs zum Drüberhüpfen hat. Wer als erster mit allen Känguruhs den Billabong umrundet hat, gewinnt.

Spannend wird es allerdings, wenn wir noch einen Blick auf den Erfinder des Spiels werfen. Der Engländer Eric Salomon befasste sich schon in grauer Computer-Urzeit mit dem Programmieren von Spielen. 1984 veröffentlichte er sein Buch "Games Programming", welches bis heute ein Standardwerk zum Thema ist (zumindest war es das 1995 noch...). So verwundert es nicht, das es auch eine Computerspielversion von Billabong gibt. Hier kann man das Spiel ausprobieren. Zwar mit Fröschen, aber vom Prinzip her exakt das gleiche.

Auf die Plätze, fertig, hüpfen...

Montag, 14. Februar 2011

Freiwillige Freiwilligenarbeit












2011 begehen wir das Europäische Freiwilligenjahr. Freiwilligenarbeit, darüber wurde schon viel geschrieben und diskutiert. Wer ein Flair für Statistik hat, dem sei an dieser Stelle der Bericht des Bundesamtes für Statistik zur Freiwilligenarbeit von 2008 ans Herz gelegt.

Selbstredend ist dies auch für die Jubla eine Chance, auf die unzähligen Stunden freiwillig geleisteter Jugendarbeit unserer Leiterinnen und Leiter aufmerksam zu machen. Die Jubla Freiburg wird in diesem Rahmen nicht untätig sein und ist bereits mit den Freiburger Nachrichten am Verhandeln über eine Serie zu diesem Thema.

Aber wir wollen nicht nur darüber Berichten. Soviel Einsatz soll auch gebührend verdankt werden. Darum sind alle Leiterinnen und Leiter im Kanton herzlich eingeladen zum grossen Dankesfest, welches am 7. Mai 2011 über die Bühne gehen wird.

Damit uns allen wieder mal bewusst wird: Freiwilligenarbeit ist keine Selbstverständlichkeit...

Montag, 20. Dezember 2010

Frohe Festtage


















Oh, mein Gott, die RAST bleibt den ganzen Januar geschlossen? Tja, auch ein ASTronaut muss in den WK...

Allseits frohe Fesstage und Danke für ein tolles Jahr 2010!

Mittwoch, 10. November 2010

Retro-Spiele Perlen III














Sherlock Holmes. Wer kennt ihn nicht. Sein blosser Name lässt die Londoner Unterwelt bleich werden. Einzig der Verbrecherische Dr. Moriarty kann ihm das Wasser reichen.
Doch um dies beiden Ausnahme-Genies (ob zum bösen oder guten sei dahingestellt) geht es im Spiel Sherlock-Holmes: Tatort London (erschienen 1986) nur am Rande. Bereits beim ersten Fall "der Tod des Teemagnaten" verabschiedet sich der Meisterdetektiv mit den Worten: "Ich hab eine wichtige Verabredung, die ich unbedingt einhalten muss."
Wir stehen alleine mit der frisch verwitweten Mrs. Sipton im herrschaftlichen Sipton Manor. Einzig Dr. Watson leistet uns seinen Beistand. Wir, das sind in dem Fall die Baker-Street-Liga privater Hilfsdetektive, eine Truppe von sechs kleinen schmutzigen Gassenjungen unter dem Anführer Wiggins (erster Auftritt im 1881 erschienen Holmes' Roman "Späte Rache"). Es liegt also nun an uns, herauszufinden, wer den alten Sipton umgebracht hat.
So beginnen wir, Zeugen zu verhören, Alibis zu Prüfen, im Zeitungsarchiv zu Stöbern und mithilfe des Londoner Adressbuches und Stadtplanes an genug Indizien zu gelangen um den Täter zu überführen. Und wenn wir dabei noch schneller sind als der alte Fuchs Holmes umso besser.
Insgesamt gilt es, bei fünf Fällen unser kombinatorisches Geschick walten zu lassen. Zugegeben, es gibt sehr viel zu lesen. Das Spiel ist im Stil des klassichen Abenteuerspielbuches gehalten. Im Gegensatz zu jenen ist der Schluss aber völlig offen. Wir entscheiden selber, wann wir den Fall abschliessen und der Weg ist weitaus weniger klar vorgegeben.
Wer sich aber dran wagt wird mit einem Atmosphärisch sehr dichten Spiel belohnt. Es kann sowohl alleine wie auch in der Gruppe gespielt werden, entweder miteinander oder im detektivischen Wettstreit gegeneinander. Holmes lebt, zweifellos. Oder was denken sie, Dr. Watson?

Indiana Jones' Erben















Die Jubla Agenda 2011 ist da und kann auf der RAST bestellt werden. Doch diesmal sieht sie nicht nur schick aus, sondern der Umschlag weist auch den Weg zum Gral. Indiana Jones lässt grüssen.
Und genau ebendieser muss man wohl auch sein um das verzwickte Rätsel zu lösen. Glaubt mir, ich hab es versucht. Allein scheint es aber ziemlich schwierig zu werden. Superhirne und Hobbyarchäologen sind gesucht. Helft mit, das Rätsel zu lösen. Sachdienliche Hinweise werden hier gerne entgegengenommen. Gewinnbeteiligung garantiert! Ich helf dann auch mit, denn Walter auf dem Foto zu finden (siehe entsprechenden Eintrag).

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Voilà Freiburg

















Voilà, jetzt ist es also soweit. An der Kantonskonferenz vom 10.10.10 wurde beschlossen, das die Jubla Freiburg Mitglied bei Voilà Freiburg wird. Aber was ist Voilà denn nun genau?
Werfen wir dazu einen Blick über den Kantonsrand. In 18 Kantonen kennt man bereits ähnliche Förderprogramme, wenn auch oft unter anderem Namen. Darunter so wohlklingende wie "Fäischter", "Momänt", "Oase", "Spoiz" oder meinem Favorit "Rüeblichrut". Gegründet wurde das Programm 1993 vom SAJV, der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (ja genau, das sind die mit der Aktion 72h). Der Grundgedanke dahinter: die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu gesunden Persönlichkeiten unterstützen (Gesundheit meint hier ganzheitliches Wohlbefinden).
Umgesetzt wird das ganze in Spielerischer Form mit anschliessender Diskussion während ein bis zwei Blöcken im Lager. Diese Blöcke werden von ausgebildeten Voilà-Leitern durchgeführt. Um die Anerkennung zu erlangen reicht der Besuche eines zweitägigen Kurses. Alle zwei Jahren besucht man dann eine eintägige Fortbildung. Ähnlich wie bei J+S braucht es pro 15 TN einen Leiter mit Voilà-Anerkennung. Et Voilà, die Schar hat etwas zur Gesundheitsförderung beigetragen.
Und... mag man sich nun fragen, was haben wir davon? Nebst dem, das es immer wichtig ist, einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten, profitieren die Leiter von einer qualitativ guten Ausbildung. Sowas macht sich im Lebenslauf immer gut. Dann kriegt man an diesen Kursen auch einen schicken Classeur mit tonnenweise Ideen, wie man das Programm Altersgerecht umsetzen kann. Und schliesslich trifft man an so einem Kurs auch mal Leute aus anderen Jugendvereinen und kann so einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen.
Und... genau hier liegt der Hund begraben. In anderen Kantonen ist das Programm ein voller Erfolg. Wenn man ganz ehrlich ist, aber nicht wegen dem bisher aufgezählten, sondern weil man für relativ wenig Aufwand eine hübsche Stange Geld kriegt. Ein willkommener Zustupf zur arg gebeutelten Lagerkasse. Momentan ist noch nicht sicher, ob in Freiburg Gelder fliessen werden.
Es wäre jedoch verfrüht zu behaupten, das Voilà Freiburg ein Gutmenschenprojekt bleiben wird. Durch unsere Mitgliedschaft haben wir ein starkes Zeichen gesetzt. Je mehr Kinder und Jugendliche erreicht werden, umso grösser ist die Chance, das Bund und Kanton ihren Geldsäckel lockern.
Speziell in Freiburg gibt es aber noch eine andere Hürde: der Röstigraben. Bisher sind im Vorstand von Voilà Freiburg 3 Romands der Pfadi Freiburg. An einem ersten Infoabend zum Projekt habe ich mich dazu geäussert, dies als Chance zu sehen, ein echtes zweisprachiges Programm aufzubauen. Dazu werden natürlich deutschsprachige Leute im Vorstand gebraucht. Ebenso ein deutsches Team, das bei der Vorbereitung und Durchführung der Ausbildung mithilft. Hoffen wir einfach mal, das es einfacher sein wird, hier Leute zu finden als für die Kalei. Voilà hätte eine Chance verdient...

Montag, 13. September 2010

Aktion 72 Stunden: ein Fazit













Bilder von einem Pfadi-Anlass auf dem RAST-Blog? Bitte sofort dem Krisenkonzept telefonieren... Aber auf den zweiten Blick könnte man auch sagen: Hei, da war ein Event und da waren engagierte Jugendliche. Ist doch egal, welchem Verein die angehören, Hauptsache, da geht was. Stimmt (Optimist). Sinn der Aktion 72 Stunden war es ja auch, die Jugendlichen ins Rampenlicht zu rücken und nicht einzelne Verbände. Allerdings (und hier kommt nun der Pessimist zum Zug) wäre es schön, wenn auf dem Foto noch ein paar Jublaner zu entdecken wären.
Zugegeben, wir haben keine Uniform und auch wenn nur die vordere reihe aus Pfadis bestünde, könnte nicht mit Gewissheit gesagt werden, das der Rest wirklich aus Jublanern besteht. Wer aber vor Ort war weiss: es war vor allem die Pfadi und es war ihr Anlass. Mag man ihnen durchaus gönnen, haben sie doch im 05, als die Aktion zum ersten mal stattfand, gar nicht (oder nur vereinzelt) mitgemacht.
Woher aber rührt die Lethargie unseres (Kantonal-) Verbandes, an sowas nicht mehr zu erscheinen? Im Kanton Bern haben sich 8 Jubla-Scharen für die Aktion angemeldet, 7 machten kurz davor wieder einen Rückzieher. Bei uns waren 4 Angemeldet und eine hat sich zurückgezogen. 4 von 15 Scharen, nicht gerade überwältigend. Diejenigen, die dann schlussendlich ein Projekt durchgezogen haben, waren mit dem Ergebniss sehr zufrieden und alle waren der Meinung, weider mitzumachen, sollte sich nochmals die Gelegenheit bieten.
Eine Gelegenheit wäre es gewesen. Selten blicken die Medien so konzentriert auf unsere Arbeit. Mit einem guten Projekt wäre die Chance durchaus intakt, im Fernsehen zu kommen (so geschehen im 05 mit Düdingen und heuer mit der Jubla Hinwil). Der Aufwand wäre gering gewesen, aber man kann nicht mehr, als immer wieder darauf hinweisen. Und immer mit den Worten zu schliessen: Schade...