Mittwoch, 10. November 2010

Retro-Spiele Perlen III














Sherlock Holmes. Wer kennt ihn nicht. Sein blosser Name lässt die Londoner Unterwelt bleich werden. Einzig der Verbrecherische Dr. Moriarty kann ihm das Wasser reichen.
Doch um dies beiden Ausnahme-Genies (ob zum bösen oder guten sei dahingestellt) geht es im Spiel Sherlock-Holmes: Tatort London (erschienen 1986) nur am Rande. Bereits beim ersten Fall "der Tod des Teemagnaten" verabschiedet sich der Meisterdetektiv mit den Worten: "Ich hab eine wichtige Verabredung, die ich unbedingt einhalten muss."
Wir stehen alleine mit der frisch verwitweten Mrs. Sipton im herrschaftlichen Sipton Manor. Einzig Dr. Watson leistet uns seinen Beistand. Wir, das sind in dem Fall die Baker-Street-Liga privater Hilfsdetektive, eine Truppe von sechs kleinen schmutzigen Gassenjungen unter dem Anführer Wiggins (erster Auftritt im 1881 erschienen Holmes' Roman "Späte Rache"). Es liegt also nun an uns, herauszufinden, wer den alten Sipton umgebracht hat.
So beginnen wir, Zeugen zu verhören, Alibis zu Prüfen, im Zeitungsarchiv zu Stöbern und mithilfe des Londoner Adressbuches und Stadtplanes an genug Indizien zu gelangen um den Täter zu überführen. Und wenn wir dabei noch schneller sind als der alte Fuchs Holmes umso besser.
Insgesamt gilt es, bei fünf Fällen unser kombinatorisches Geschick walten zu lassen. Zugegeben, es gibt sehr viel zu lesen. Das Spiel ist im Stil des klassichen Abenteuerspielbuches gehalten. Im Gegensatz zu jenen ist der Schluss aber völlig offen. Wir entscheiden selber, wann wir den Fall abschliessen und der Weg ist weitaus weniger klar vorgegeben.
Wer sich aber dran wagt wird mit einem Atmosphärisch sehr dichten Spiel belohnt. Es kann sowohl alleine wie auch in der Gruppe gespielt werden, entweder miteinander oder im detektivischen Wettstreit gegeneinander. Holmes lebt, zweifellos. Oder was denken sie, Dr. Watson?

Indiana Jones' Erben















Die Jubla Agenda 2011 ist da und kann auf der RAST bestellt werden. Doch diesmal sieht sie nicht nur schick aus, sondern der Umschlag weist auch den Weg zum Gral. Indiana Jones lässt grüssen.
Und genau ebendieser muss man wohl auch sein um das verzwickte Rätsel zu lösen. Glaubt mir, ich hab es versucht. Allein scheint es aber ziemlich schwierig zu werden. Superhirne und Hobbyarchäologen sind gesucht. Helft mit, das Rätsel zu lösen. Sachdienliche Hinweise werden hier gerne entgegengenommen. Gewinnbeteiligung garantiert! Ich helf dann auch mit, denn Walter auf dem Foto zu finden (siehe entsprechenden Eintrag).

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Voilà Freiburg

















Voilà, jetzt ist es also soweit. An der Kantonskonferenz vom 10.10.10 wurde beschlossen, das die Jubla Freiburg Mitglied bei Voilà Freiburg wird. Aber was ist Voilà denn nun genau?
Werfen wir dazu einen Blick über den Kantonsrand. In 18 Kantonen kennt man bereits ähnliche Förderprogramme, wenn auch oft unter anderem Namen. Darunter so wohlklingende wie "Fäischter", "Momänt", "Oase", "Spoiz" oder meinem Favorit "Rüeblichrut". Gegründet wurde das Programm 1993 vom SAJV, der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (ja genau, das sind die mit der Aktion 72h). Der Grundgedanke dahinter: die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu gesunden Persönlichkeiten unterstützen (Gesundheit meint hier ganzheitliches Wohlbefinden).
Umgesetzt wird das ganze in Spielerischer Form mit anschliessender Diskussion während ein bis zwei Blöcken im Lager. Diese Blöcke werden von ausgebildeten Voilà-Leitern durchgeführt. Um die Anerkennung zu erlangen reicht der Besuche eines zweitägigen Kurses. Alle zwei Jahren besucht man dann eine eintägige Fortbildung. Ähnlich wie bei J+S braucht es pro 15 TN einen Leiter mit Voilà-Anerkennung. Et Voilà, die Schar hat etwas zur Gesundheitsförderung beigetragen.
Und... mag man sich nun fragen, was haben wir davon? Nebst dem, das es immer wichtig ist, einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten, profitieren die Leiter von einer qualitativ guten Ausbildung. Sowas macht sich im Lebenslauf immer gut. Dann kriegt man an diesen Kursen auch einen schicken Classeur mit tonnenweise Ideen, wie man das Programm Altersgerecht umsetzen kann. Und schliesslich trifft man an so einem Kurs auch mal Leute aus anderen Jugendvereinen und kann so einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen.
Und... genau hier liegt der Hund begraben. In anderen Kantonen ist das Programm ein voller Erfolg. Wenn man ganz ehrlich ist, aber nicht wegen dem bisher aufgezählten, sondern weil man für relativ wenig Aufwand eine hübsche Stange Geld kriegt. Ein willkommener Zustupf zur arg gebeutelten Lagerkasse. Momentan ist noch nicht sicher, ob in Freiburg Gelder fliessen werden.
Es wäre jedoch verfrüht zu behaupten, das Voilà Freiburg ein Gutmenschenprojekt bleiben wird. Durch unsere Mitgliedschaft haben wir ein starkes Zeichen gesetzt. Je mehr Kinder und Jugendliche erreicht werden, umso grösser ist die Chance, das Bund und Kanton ihren Geldsäckel lockern.
Speziell in Freiburg gibt es aber noch eine andere Hürde: der Röstigraben. Bisher sind im Vorstand von Voilà Freiburg 3 Romands der Pfadi Freiburg. An einem ersten Infoabend zum Projekt habe ich mich dazu geäussert, dies als Chance zu sehen, ein echtes zweisprachiges Programm aufzubauen. Dazu werden natürlich deutschsprachige Leute im Vorstand gebraucht. Ebenso ein deutsches Team, das bei der Vorbereitung und Durchführung der Ausbildung mithilft. Hoffen wir einfach mal, das es einfacher sein wird, hier Leute zu finden als für die Kalei. Voilà hätte eine Chance verdient...

Montag, 13. September 2010

Aktion 72 Stunden: ein Fazit













Bilder von einem Pfadi-Anlass auf dem RAST-Blog? Bitte sofort dem Krisenkonzept telefonieren... Aber auf den zweiten Blick könnte man auch sagen: Hei, da war ein Event und da waren engagierte Jugendliche. Ist doch egal, welchem Verein die angehören, Hauptsache, da geht was. Stimmt (Optimist). Sinn der Aktion 72 Stunden war es ja auch, die Jugendlichen ins Rampenlicht zu rücken und nicht einzelne Verbände. Allerdings (und hier kommt nun der Pessimist zum Zug) wäre es schön, wenn auf dem Foto noch ein paar Jublaner zu entdecken wären.
Zugegeben, wir haben keine Uniform und auch wenn nur die vordere reihe aus Pfadis bestünde, könnte nicht mit Gewissheit gesagt werden, das der Rest wirklich aus Jublanern besteht. Wer aber vor Ort war weiss: es war vor allem die Pfadi und es war ihr Anlass. Mag man ihnen durchaus gönnen, haben sie doch im 05, als die Aktion zum ersten mal stattfand, gar nicht (oder nur vereinzelt) mitgemacht.
Woher aber rührt die Lethargie unseres (Kantonal-) Verbandes, an sowas nicht mehr zu erscheinen? Im Kanton Bern haben sich 8 Jubla-Scharen für die Aktion angemeldet, 7 machten kurz davor wieder einen Rückzieher. Bei uns waren 4 Angemeldet und eine hat sich zurückgezogen. 4 von 15 Scharen, nicht gerade überwältigend. Diejenigen, die dann schlussendlich ein Projekt durchgezogen haben, waren mit dem Ergebniss sehr zufrieden und alle waren der Meinung, weider mitzumachen, sollte sich nochmals die Gelegenheit bieten.
Eine Gelegenheit wäre es gewesen. Selten blicken die Medien so konzentriert auf unsere Arbeit. Mit einem guten Projekt wäre die Chance durchaus intakt, im Fernsehen zu kommen (so geschehen im 05 mit Düdingen und heuer mit der Jubla Hinwil). Der Aufwand wäre gering gewesen, aber man kann nicht mehr, als immer wieder darauf hinweisen. Und immer mit den Worten zu schliessen: Schade...

Lebensfreunde Freiburg


9.9.10 - 12.9.10? Da war doch die Aktion 72 Stunden. Richtig, aber nicht nur. Nebenbei wurden im Oberamt Tafers auch fleissig Adressen und Fotos von ehemaligen Jublanern gesammelt. Der Ertrag kann sich sehen lassen: Bekannte Persönlichkeiten wie Alt-Bundesrat Joseph Deiss, Nationalrätin Marie-Thérèse Weber-Gobet und Oberamtmann des Sensebezirks Nicolas Bürgisser haben sich gemeldet. Lebensfreunde Freiburg soll natürlich nicht nur ein Top-Class Produkt sein, sondern ein Verein für alle, die in der Jubla Freiburg tätig waren und sich gerne an diese Zeit zurückerinnern. Fotos und Adressen werden weiterhin gesammelt, auch über die Aktion hinaus. Weitere Infos dazu gibts hier
Und war nicht Gustav auch mal in der Jubla Freiburg?

Donnerstag, 19. August 2010

Weg mit den alten Zöpfen!


















Ein neues Jublajahr heisst auch oft, das es personelle Veränderungen in der Kalei gibt. Ein neues Jublajahr heisst auch, das sich die Kalei ein neues Jahresthema setzt.

In den letzten paar Jahren war ein zentrales Thema natürlich der Mitgliederschwund in der Kalei. Dem entgegenzuwirken hat sich bis heute als schwierig erwiesen. Dennoch haben wir die mageren Jahre mehr oder weniger gut überstanden (schon in der Bibel ist von 7 schlechten Jahren die rede, wenn ich mich nicht irre). Alle Jahre wieder das gleiche Jammerthema aufzugreifen ist auf die Dauer aber auch nicht lustig. Es wird Zeit füretwas neues!

Da bietet es sich geradezu an, zumal ausnahmslos alle Kaleimitglieder inklusive Kantonspräses wechseln, als Jahresthema "Weg mit den alten Zöpfen!" auf sein Fähnchen zu schreiben. Soll heissen, frische Ideen, neue Arbeitsweisen und originelle Anlässe sollen das Image der Kalei nachhaltig fördern. Und wenns nicht klappt ists halb so wild. Erfolg um jeden Preis ist ebenfalls einer dieser alten Zöpfe, die sich nur das RAST-Mändli noch leisten kann. Wobei selbst bei ihm ist eine Frisur ein gewagter Neuanfang.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Kala 2010?














Hab ich was verpasst oder ist das ein Druckfehler? 2010 gabs doch gar kein Kantonslager? Gabs doch, leider aber nicht in Freiburg.

Kantonslager sind gross in Mode. Wenn ich mich nicht irre, sind ganze 3 Kantone diesjahr ins Kala gefahren: Luzern, Bern und Ob-/Nidwalden. Nächstes Jahr wollen die Zürcher ebenfalls ein Kala durchführen. Ich würde dies aufs "Contura-Syndrom" zurückführen. Die Pfadi hat mit dem letzjährigen Bundeslager gezeigt, wie spassig Riesenlager sein können.

Der Organisationsaufwand ist allerdings auch nicht ganz ohne. Mit ein Grund, wieso wir in Freiburg wohl in den nächsten Jahren kein Nachfolgeevent zum Farbtopf lancieren werden.

Da ich aber schon immer ein kleines Heimwehkind war, hab ich mir den Spass nicht nehmen lassen und bin ein Tag ins Luzerner Kala nach St. Stephan/BE gefahren. Die Berner waren zwar näher (Bösingen), für einen Besuch dort hat mir aber die Zeit gefehlt. Also doch bis ins tiefste Simmental. Ateliers für die ganze "Schar" standen auf dem Programm und solche grossevents nennt man bekanntlich seit dem 75-Jahre Jubiläum "Big point". Irgendwie hab ich gehofft, das "Karton" auftritt (man erinnert sich vielleicht an das Lied von besagtem Jubiläum, welches auch irgendwie Kultstatus hat. Ed Wood lässt grüssen).

Und ja, die Masse an Leute war schlicht genial. 3000 Personen, alle in blauen T-Shirts. Da kam schon Stimmung auf. Wobei, wenn ich mich so an die Bilder mit den farbigen Hüten erinnere... und unser Kala Song ist und bleibt Zeitlos. Trotzdem muss man neidlos anerkennen, da war was grosses am Laufen bei den Luzernern. Verdientermassen haben sie dann auch den Europarekord für den grössten Kreistanz geholt. Ganz chick fand ich auch die beiden Maskottchen Lori und Volker, obwohl sie nicht ganz in das Fantasysetting um den Zauberer Quilmin und gute und böse sprechende Truhen passen wollten. Ein grosses Lob auch an die Soundtechniker, die Special-Effects waren top.

Was sonst noch blieb: Sonnenbrand. Kein Wunder, wenn man den ganzen Tag auf dem Flugfeld Kinder dazu anhalten muss, genügend zu trinken.

Bravo Luzern, ihr habt wieder mal gezeigt: Kala fägt. Und alle Freiburger singen: Hey, wir wönd is Kala...