Dienstag, 20. Mai 2014
Ein neues Gewand für Captain Freeroom
Der erste Auftritt von Captain Freeroom ist nun bereits fast 15 Jahre her. Einige mögen sich erinnern, das vor "lebensfreu(n)de" die Grundsätze der Jubla unter dem Thema "Freiraum schaffen" subsummiert wurden. So wurde die Idee eines Superheldens geboren, der sich für die Schaffung des Freiraumes einsetzt und gegen den Kommerz (in Gestalt des fiesen Commercial Man) antritt. Wie ein solcher Held aussehen soll, ist ein schwierige Frage. In früheren Jahren trat er immer als eine Mischung aus Darth Vader, Mega Man und Shredder auf. Alles ziemlich düstere Gesellen (ausser Mega Man natürlich, wer ihn kennt). Warum? Weil ich mit diesen Gestalten aufgewachsen bin. Und alle recht Cool finde vom Design her. Aber mit Freiraum schaffen hat das eigentlich nicht viel zu tun.
Wir hatten dann auch mal vor Jahren im Lager das Motto "Grundsätzli" und kamen da in Verlegenheit, einen Leiter als Captain Freeroom zu verkleiden. Als Helm haben wir damals einen alten blauen Eishockeyhelm genommen, ebenso die Schoner und den Brustpanzer aus jenem Sport, dazu ein altes Leintuch et voilà. Hat eigentlich noch gut ausgesehen.
Nun habe ich mich vor kurzem in der Schule gelangweilt und begonnen, den Grundsätzli einen neuen Anstrich zu verpassen. Da ich schon immer auf der Suche war nach neuen Gewändern für Captain Freeroom hab ichs mal mit dem Bild aus diesem Lager versucht. Heraus kam ein etwas jugendlicherer und freundlicherer Captain Freeroom, der sich den Gefahren des 21. Jahrhunderts zu stellen vermag.
Nichtsdestotrotz: Am liebsten mag ich immer noch den Captain, wie er sich auf dem Titelblatt der Sammlerausgabe präsentiert hat...
Montag, 5. Mai 2014
Retro-Spiele Perlen V
Obwohl diese Spiele erst seit wenigen Tagen auf der RAST ausleihbar sind, handelt es sich dennoch um (moderne) Klassiker, die beide schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel haben:
BANG! gibt es seit 2002. Es ist ein relativ einfaches Kartenspiel, das sich vor allem für grössere Spielgruppen (3 - 7) eignet. Man schlüpft in die Rolle eines Cowboys oder -girls und hat dann je nach rolle das Ziel, den oder die Sheriff zu beschützen oder um die Ecke zu bringen. Es kann natürlich auch sein, das man selber der oder die Sheriff ist. Der Witz vom Spiel besteht nun darin, das man zu Beginn gar nicht weiss, wer welche Rolle innehat (ausser die des Sheriffs). Und dann gibt es noch den Kopfgeldjagenden, welcher zu Beginn auf Seiten des Gesetzes zu sein scheint und dann am Schluss selber als letzte Person am Leben bleiben möchte.
Fluxx ist Chaos pur und das bereits seit 1996. Auch hier handelt es sich um ein simples Kartenspiel für grössere Gruppen (2-6). Am Anfang gibt es nur 2 Regeln: Ziehe eine Karte und Spiele eine Karte. Im Verlauf des Spieles kommen dann durch das Ausspielen von Karten neue Regeln dazu (z.b. mehr Karten ziehen oder spielen oder gar ein Kartenlimit) und vielleicht Spielt jemand auch mal eine Siegbedingung. Will man die erreichen, braucht man lediglich die richtigen "Keeper" vor sich liegen haben. dumm nur, das sich auch die Ziele ständig ändern. So kann es schon mal passieren, das man einem Mitspielenden den Sieg schenkt, weil man gezwungen ist, eine Karte zu Spielen, obwohl man gar nicht möchte...
Darf dä das?
Darf man als Angestellter gegen die Meinung seiner Arbeitgeber opponieren? Anders gefragt: Darf ich als Angestellter der Jubla einen Blog unterhalten, in dem interne Prozesse und Abläufe kritisiert werden oder gar ab und zu religiöse Gefühle unsanft behandelt werden? Ich meine Ja. Es gibt ja sogar einen Disclaimer auf der rechten Seite unter dem RAST Logo...
Ich stütze mich da zudem einfach auf die Bundesverfassung, die wohl auch für einen Angestellten der Jubla gelten wird (ich sehe mich zumindest selber als Person):
1 Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.
2 Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.
3 Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten.
Danke Bund!
Mehr zu dem Thema und wieso ich mich dennoch auf unsicherem Terrain befinde erklärt dieser Artikel: http://www.handelszeitung.ch/management/schweigen-oder-fliegen-503287
2 Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.
3 Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten.
Danke Bund!
Mehr zu dem Thema und wieso ich mich dennoch auf unsicherem Terrain befinde erklärt dieser Artikel: http://www.handelszeitung.ch/management/schweigen-oder-fliegen-503287
Mittwoch, 23. April 2014
Die verpasste Chance oder was war gleich Jubla Plus?
Eine Gedankenreise
Stellen sie sich vor: Sie sind vor einigen Jahren oder gerade erst mit ihrer Familie in die Schweiz gekommen. Aus irgendwelchen Gründen wurden sie zu diesem Schritt gezwungen. Langsam fassen sie hier Fuss und sie wissen, die Schweiz wird ihre neue Heimat, ob sie wollen oder nicht. Und von allen Seiten, von Nachbarn, Behörden und beim Einkaufen hören sie immer wieder: Integration oder zurück nach Hause! Für sie ist das gar nicht so einfach, loszulassen. Aber wenigstens ihre Kinder, die sollen sich in der neuen Heimat wohlfühlen.
Und siehe, ein Silberstreif am Horizont. Es gibt einen Jugendverein, der kümmert sich nicht darum, wie ihre finzielle Lage aussieht, wie es um ihren Flüchtlingsstatus bestellt ist oder an welchen Gott sie glauben. Der gibt ihnen vor, offen zu sein für alle. Also schicken sie ihre Kinder dahin und die werden tatsächlich gut aufgenommen.
Und dann, kurz vor dem 1. August flattert ihnen eine Werbung von diesem Verein ins Haus, dezent in braunen tönen gehalten und in der Mitte prangt die Schweizer Nationalflagge und sagt ihnen: Ich schwör! Und sie erinnern sich an den Artikel der 20 Minuten vom letzten Jahr, als von Neonazis am Rütli zu lesen war und fragen sich: Sind meine Kinder jetzt in einem rechtskonservativen Verein gelandet? War das mit der Öffnung alles gelogen?
Zurück in der Schweiz
Jubla Plus, jubla.bewegt, davon schon mal was gehört? Ging es da nicht darum, die Jubla Attraktiv für alle zu gestalten?
Ich habe nichts gegen eine gesunde Portion Lokalpatriotismus einzuwenden. Aber gerade in der Jubla, so finde ich, sollte man doch neues wagen. Deshalb verstehe ich nicht, wieso man, wenn man schon die Chance hat die 1. Augustfeier auf dem Rütli zu verbringen, den Nationalfeiertag nicht Jubla Like und offen und einladend für alle gestaltet hat (Bunt und Verrückt, ausserhalb der Norm, mit Erwartungen brechend und ein Leuchten in Kinderaugen hervorrufend). Die Werbung kommt daher wie eine Einladung zu einem Pick-Nick der jungen SVP.
Das OK macht den einen grossen Kardinalsfehler: Es reproduziert Klischees. Damit können sich einige Identifizieren, andere werden dadurch abgestossen oder ausgeschlossen. Es gibt einen Grund, wieso man immer gesagt bekommt, man solle keine Witze über Randgruppen machen. Oder wieso man auf eine Gendergerechte Sprache achten soll. Nämlich aus Respekt vor anderen.
Ich schwör: In meinen Augen ist dies der PR-Super-GAU!
Dienstag, 14. Januar 2014
Dienstag, 17. Dezember 2013
Montag, 16. Dezember 2013
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